Low Carb vs High Carb Low Fat:

In der heutigen Zeit spielt Fitness eine zunehmend größer werdende Rolle. Dabei ist vor allem die Ernährung maßgeblich für einen gesunden Körper verantwortlich. Damit einhergehend gibt es etliche Diäten, die dabei helfen sollen, das Beste aus dem Körper herauszuholen. Diskutiert wird dabei besonders die Frage nach den Kohlenhydraten. Hierbei gibt es zwei Lager, die vehement auf ihren Standpunkten beharren und die restliche Fitness Community verwirren. Die Rede ist von Low Carb und High Carb Low Fat. Doch welches Lager hat recht: die Low Carb Fanatiker oder die High Carb Fanatiker. Oder gibt es eventuell gar kein richtig und falsch? Im Folgenden klären wir zuerst, was sich hinter den beiden Diätformen verbirgt.

Low Carb: Was ist das eigentlich?

Das Low Carb Lager schwört darauf, möglichst wenige Kohlenhydrate zur besten Fettverbrennung aufzunehmen. Daher werden diese deutlich reduziert, damit überschüssige Kohlenhydrate nicht in Fett umgewandelt werden können. Auf folgende Lebensmittel verzichtet man hierbei:
– Haferflocken
– Backwaren, wie Brot
– Getreideprodukte, wie Nudeln
– Bohnen und Hülsenfrüchte
– Fruchtsäfte und Limonaden
– Müsli

Dafür setzt man auf gesundes Protein und Fett, um Energie zu erhalten. Dazu gehören folgende Lebensmittel:
– Eier
– Fisch und Meeresfrüchte
– Fleisch
– Milch und Milchprodukte

Was ist High Carb Low Fat?

Das andere Lager hält Fette für die größten Übeltäter. Die Anhänger dieser Diätform sind davon überzeugt, dass Fette entweder nicht sättigend genug seien und dass sie dick machen würden. Im Gegensatz zur Low-Carb Diät setzt man bei der High Carb Low Fat Diät auf eine besonders kohlenhydratreiche Ernährung. Vor allem Leistungssportler praktizieren diese Diät, da mehr Glykogen in den Muskeln gespeichert wird. Glykogen ist die Hauptenergiequelle des Körpers und bietet dem Sportler den Vorteil, dass er bei langen Sporteinheiten besser performen kann. Typische Lebensmittel der High Carb Low Fat Diät sind:
– Pasta
– Brot
– Haferflocken
– Weizenmehl
– Reis
– Bohnen und Linsen

Verboten sind hingegen Lebensmittel mit einem hohen Fettanteil, wie etwa: Hülsenfrüchte, Fisch, Eier, Sahne, Fleisch, Öle, Milch- und Milchprodukte.

Wie kann es sein, dass man mit beiden Diätformen abnehmen kann?

Egal ob High Carb oder Low Carb, beim Abnehmen ist das Kaloriendefizit entscheidend. Das bedeutet, dass dein Körper mehr Energie verbrauchst, als du ihm über Nahrung hinzufügst.
Somit ist es prinzipiell egal, für welche Diät du dich entscheidest, solange das Kaloriendefizit eingehalten wird. Je größer dieses Defizit ist, desto schneller nimmst du auch ab. Doch generell ist es gesünder mit einem geringen Defizit zu leben.

Welche Vor- und Nachteile bietet die Low Carb Diät?

Durch das Wegfallen der Carbs fällt es vielen Personen schwer, auf alltägliche Nahrungsmittel wie Brot oder Pasta zu verzichten. Das ist jedoch gesundheitlich nicht bedenklich, es braucht lediglich einige Zeit bis der Körper sich an diese Umstellung gewöhnt hat. Außerdem verspüren viele Menschen durch die fehlenden Kohlenhydrate Hungerattacken, die zu Essanfällen führen können. Auch braucht der Körper ungefähr 100 Gramm Carbs am Tag, um leistungsstark zu bleiben. Das kann sich auf die Leistungsfähigkeit auswirken, sodass sich viele Menschen müde fühlen. Ein Vorteil dieser Diätform ist, dass du dich bewusst mit deiner Ernährung auseinandersetzen musst und dabei lernst, wie du deine Ernährung optimal für dich zusammenstellst und optimierst. Dadurch bekommst du ein besseres Bewusstsein, was dein Körper braucht und fühlst dich gleichzeitig auch besser. Des Weiteren profitiert man von einem niedrigen Blutzuckerspiegel, was dazu führt, dass man allgemein weniger Hunger verspürt. Außerdem verbessert sich die Verdauung und der Stoffwechsel. Diese Aspekte führen gleichzeitig zu einer erhöhten Konzentrationsfähigkeit, die im Alltag hilft.

Vor-und Nachteile der High-Carb Low Fat Diät

Konzentriert man sich lediglich auf die Aufnahme von Kohlenhydraten, kann es schnell zu einer einseitigen Ernährung und den damit verbundenen Mangelerscheinungen führen. Auch Blähungen und ein Unwohlgefühl können bei dieser Diät Form auftreten. High Carb Low Fat in Kombination mit wenig Bewegung und Sport kann schnell zu einer Gewichtszunahme und erhöhtem Blutdruck führen. Ernährst du dich hierbei zu einseitig, kann es trotz der erhöhten Energiezufuhr zu Erschöpfung führen. Als Beispiel dazu lässt das bekannte Mittagstief, nach dem Mittagessen heranführen. Ein weiterer Nachteil kann die Unterversorgung an fettlöslichen Vitaminen sowie essenziellen Fett- und Aminosäuren darstellen. Die erhöhte Zufuhr von Kohlenhydraten wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit des Körpers aus, da diese die Hauptenergiequelle des Körpers sind und ihm am schnellsten Energie liefern. Um Müdigkeit und Konzentrationsprobleme brauchst du dir bei High Carb Low Fat Diät keine Gedanken zu machen. Dies macht sich auch während des Sports bemerkbar, da mehr Glykogen zur Verfügung steht. Ein weiterer Vorteil ist die große Auswahl an Lebensmitteln, sodass sich die Ernährung als leicht und alltagstauglich erweist. Außerdem ist die Ballastzufuhr erhöht, wodurch die Verdauung und das Sättigungsgefühl verlängert werden. Zusätzlich wandelt der Körper nicht so viel Protein zu Kohlenhydraten um.

Was tatsächlich wichtig ist!

Neben der Diätform sollte man sein Augenmerk auf einen Makronährstoff legen. Die Rede ist von den Proteinen. Tatsächlich sind Proteine maßgeblich für den Erhalt und Aufbau der Muskulatur verantwortlich. Die meisten Leute denken, dass Eiweiße jedoch nur für Bodybuilder und Leistungssportler notwendig sind. Dabei hilft dir der Aufbau von Muskulatur, deinen Grundbedarf zu erhöhen. Denn Muskeln verbrennen nachhaltig Fett, was dir beim Abnehmen extrem helfen wird. Zusätzlich unterdrücken Proteine den Hunger, der bei einer Diät eines der größten Probleme darstellt.

Fazit: Low Carb oder High Carb Low Fat

Ob man sich letztendlich für eine Low Carb- oder eine High Carb Low Fat Diät entscheidet, ist prinzipiell egal. Beide Diätformen haben ihre Berechtigung sowie ihre eigenen Vor- und Nachteile. Letztendlich ist nur das Kaloriendefizit entscheidend, sodass man mehr Kalorien verbraucht, als man dem Körper zuführt. Nur so nimmt man langfristig an Gewicht ab. Gleichzeitig sollte man für eine ausreichende Zufuhr an Protein sorgen, damit man langfristig Muskeln aufbaut. Natürlich kann es bei einer Diät durch die reduzierte Energiezufuhr zu einer schlechteren Performance im Training kommen, aber darum sollte man sich keine größeren Gedanken machen.

Welche Diätform passt zu dir?

Für welche Diätform man sich entscheiden sollte, ist von Typ zu Typ unterschiedlich. Der eine kommt wenigen Kohlenhydraten gut über den Tag aus, ohne dass dabei Mangel- oder Müdigkeitserscheinungen auftreten. Der andere kann hingegen nicht auf seine Kohlenhydratzufuhr verzichten, ohne vor Erschöpfung einzuschlafen. Eventuell kannst du es auch mit einer Mischung aus beiden Diätformen probieren. Dabei musst du nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichten und machst es dir somit besonders einfach. Am besten einfach mal ausprobieren, welche Diät am besten zu dir passt. Denn versuchen macht klug!